Stadt als Archiv. Berlin voller Erinnerungen.


Städte zeichnen sich durch ihre Geschichte aus. Gebäude, Straßen, Menschen – sie alle hinterlassen ihre Spuren und formen damit die Stadt zu der, die sie ist und wird. Berlin ist eine solche Stadt, voller Erinnerungen, voller Geschichte. Viele Gebäude stehen für die Zeit, in der sie gebaut worden sind oder wer in ihnen gewohnt hat.


In der Brecht-Weigel-Gedenkstätte kann man dies noch sehr genau sehen. Hier wohnten zu ihrer Zeit Helene Weigel und Bertold Brecht gemeinsam. Auch noch heute stehen die Möbel noch an ihrem Platz und der Nachwelt zur Verfügung. So erhält man einen Einblick in das Leben, das einmal dort geführt worden ist. Sofort ist man mittendrin – in der Geschichte.

 

Blickt man aus dem Fenster des Arbeitszimmers von Brecht, sieht man den Dorotheenstädtischen Friedhof, auf denen nicht nur Weigel und Brecht ihre letzte Ruhe fanden, sondern auch noch andere wichtige Persönlichkeiten wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel oder Johannes Rau. So bleiben auch sie der Stadt erhalten und mit ihnen ihre eigenen Geschichten.

 

Im Neuen Museum wird Geschichte noch auf eine andere Art erzählt. Die Architektur zeichnet die Geschichte. Aus verschiedenen Epochen lässt sich noch Wandschmuck wie z.B. Fresken finden. Nachdem im Zweiten Weltkrieg eine Bombe in das Gebäude einschlug, wurde auch das Einschlagloch zwar wieder verschlossen, aber die Einschlagstelle ist noch heute deutlich zu erkennen. Sie ist Zeitzeugnis.

 

Berlin ist Herberge dieser Zeugnisse. Berlin ist voller Räume, die von Menschen, Erlebnissen und Ereignissen geprägt wurden und damit ein Archiv für die Nachwelt bilden – insoweit es immer jemanden geben wird, der die Geschichte weitererzählt.