„Denn die einen sind im Dunkeln

Und die andern sind im Licht.

Und man siehet die im Lichte

Die im Dunkeln sieht man nicht.“

 

Vielleicht ließ Bertolt Brecht sich von Berlins Lichtern inspirieren, als er diese Strophe der „Moritat von Mackie Messer“ schrieb. Meine Wahrnehmung hat sich von Berlins Lichtern definitiv beeinflussen lassen, mein Film zeigt Berlins Lichter bei Tag und bei Nacht. Berlin präsentiert sich als junge, leuchtende Hauptstadt, die stets auf Neuerungen setzt, doch zugleich bewahrt Berlin so viel Altes, Dunkles – und rückt es wiederum ins Licht.

 

Zahlreiche Denk- und Mahnmäler finden sich in der Stadt, die vor allem der Opfer des Zweiten Weltkrieges gedenken. Doch Vergangenheit und Erinnerung sind nichts Starres, sondern werden aktiv verarbeitet. Ganz Berlin ist eine Ansammlung von Erlebnissen, Historie und Vergangenheit(sbewältigung). Das zeigt sich vor allem auch in der Architektur – nicht nur in den Gebäuden als Zeitzeugen, sondern auch in Bauwerken, die explizit entworfen wurden, um selbst Geschichte widerzuspiegeln, wie das Neue Museum oder das Jüdische Museum.

 

Der Film nimmt ein paar dieser Aspekte auf und dokumentiert die Exkursion, kommentiert sie dabei aber nicht, sodass jeder Seminarteilnehmer die Bilder durch seine eigene Erinnerung und Wahrnehmung ergänzen kann. Außenstehenden werden Fragmente der Reise präsentiert, die zeigen, wie Berlins Lichter und Schatten im Januar 2012 gewirkt haben.